Foodistas on Tour — Eine Gans, die man kennenlernen muss:
Zu Besuch bei Familie Claßen und der fast vergessenen Stoppelgans
*Werbung unbezahlt
Manchmal sind es genau diese Begegnungen, die uns als Foodistas besonders in Erinnerung bleiben. Nicht nur ein außergewöhnliches Produkt, sondern vor allem die Menschen dahinter, ihre Leidenschaft und die Geschichte, die mit jedem einzelnen Bissen verbunden ist.
Ende August durften wir zwei Tage lang nach Bakum ins Oldenburger Münsterland reisen, um genau so eine Geschichte kennenzulernen: die Geschichte der Stoppelgans von Familie Claßen. Eine Gans, die viele von euch vielleicht noch gar nicht kennen, die aber eine lange Tradition hat und gerade dabei ist, wiederentdeckt zu werden.
Ab Anfang September ist die Stoppelgans über OTTO GOURMET erhältlich und wir möchten euch schon heute mitnehmen zu dem Ort, an dem diese besondere Gans aufwächst.
Wenn eine Gans ein glückliches Leben führt
Schon bei unserer Ankunft auf dem Hof von Johann-Michel Claßen wurde deutlich: Hier geht es nicht einfach um Geflügelhaltung. Hier geht es um eine Haltung, die über Generationen gewachsen ist.
Die Gänse leben auf großzügigen Freiflächen, bewegen sich zwischen Wiesen und Feldern und bestimmen ihren Tagesablauf selbst. Sie schnattern, laufen über die Koppeln, suchen sich ihre Lieblingsplätze und genießen genau das, was eine Gans braucht: Platz, Bewegung und natürliches Futter.
Es war ein besonderes Erlebnis, mitten in dieser Herde zu stehen und die Tiere so nah erleben zu dürfen. Denn genau diese Nähe zwischen Mensch, Tier und Landwirtschaft spürt man auch im späteren Produkt.
Familie Claßen bewirtschaftet den Hof bereits in zweiter Generation und hat sich seit vielen Jahren auf die Aufzucht von Weidegänsen spezialisiert. Die Stoppelgans ist dabei eine ganz besondere Spezialität: Die jungen Gänse werden bereits nach etwa acht bis neun Wochen, noch vor der ersten Mauser, verarbeitet. Dadurch bleibt das Fleisch besonders zart und fein.
Warum heißt sie eigentlich Stoppelgans?
Der Name verrät schon viel über die besondere Lebensweise dieser Gänse.
Nach der Getreideernte dürfen die Tiere auf die abgeernteten Felder und picken dort die verbliebenen Körner zwischen den Getreidestoppeln. Genau diese Felder haben der Stoppelgans ihren Namen gegeben.
Was früher eine ganz natürliche Form der Landwirtschaft war, ist heute eine echte Rarität geworden. Die Stoppelgans erinnert an eine Zeit, in der Tierhaltung, Jahreszeiten und Landwirtschaft noch viel enger miteinander verbunden waren.
Und genau das macht sie für uns so spannend: Es ist kein Produkt, das einfach nur im Kühlregal liegt. Dahinter steckt ein Hof, eine Familie und eine Philosophie.
Ein Gespräch, das bleibt
Besonders beeindruckt hat uns die Begegnung mit Johann-Michel Claßen selbst. Seine Begeisterung für die Tiere war in jedem Gespräch spürbar. Er kennt jede Besonderheit seines Hofes, spricht über die Gänse nicht als Ware, sondern als Lebewesen, für deren Haltung er Verantwortung übernimmt.
Nachhaltigkeit bedeutet für Familie Claßen dabei nicht nur Tierwohl. Auch bei den Stallungen und der Fütterung wird auf einen möglichst geschlossenen Kreislauf geachtet. Ein großer Teil des Futters stammt aus eigenem Anbau oder aus der direkten Umgebung. Weniger gefragte Teilstücke werden weiterverarbeitet, damit möglichst wenig vom Tier verloren geht.
Genau diese Wertschätzung für das gesamte Tier ist ein Ansatz, den wir sehr schätzen.
Geschmacklich anders als die klassische Weihnachtsgans
Natürlich wollten wir wissen: Wie schmeckt eine Stoppelgans eigentlich?
Nach unserem Besuch auf dem Hof durften wir sie natürlich auch probieren. Und ja, sie unterscheidet sich deutlich von der klassischen Weihnachtsgans.
Das Fleisch ist feiner, zarter und deutlich leichter. Die Stoppelgans bringt einen wunderbaren Eigengeschmack mit und überzeugt durch eine saftige Struktur. Gerade weil sie jünger ist, benötigt sie außerdem eine deutlich kürzere Garzeit als die große Festtagsgans.
Für alle, die Gans lieben, aber nicht bis Weihnachten warten möchten, ist sie deshalb eine spannende Alternative. Die Zubereitung gelingt bereits nach etwa zwei Stunden und macht die Stoppelgans auch für kleinere Haushalte interessant.
Eine Gans für besondere Momente
Wir lieben Geschichten hinter Lebensmitteln. Geschichten von Menschen, die mit Leidenschaft arbeiten, von Produzenten, die Verantwortung übernehmen, und von Produkten, die nicht austauschbar sind.
Die Stoppelgans ist genau so ein Produkt.
Sie erzählt von Tradition, von regionaler Landwirtschaft und von einer Haltung, bei der Qualität nicht erst in der Küche beginnt, sondern viele Monate vorher auf dem Feld.
Ab Anfang September könnt ihr die Stoppelgans bei OTTO GOURMET bestellen. Wer also in diesem Jahr Lust auf einen besonderen Gänseschmaus hat, sollte sich diese Spezialität aus dem Oldenburger Münsterland unbedingt vormerken.
Wir nehmen jedenfalls viele Eindrücke von unserem Besuch bei Familie Claßen mit und freuen uns schon darauf, die Stoppelgans auch bei uns zuhause wieder auf den Tisch zu bringen.
Denn manchmal lohnt es sich, alte Traditionen neu zu entdecken.
*WERBUNG: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Otto Gourmet und Gourmet Connection entstanden. Vielen Dank für die köstliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit.











